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DIN EN 15821 - Saunaöfen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dipl.-Ing. Dirk Weisgerber   
Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 16:58 Uhr

DIN EN 15821 „Holzbefeuerte Saunaöfen“

Mehrfach befeuerbare Saunaöfen zur Verfeuerung von naturbelassenen Scheitholz - Anforderungen und Prüfverfahren

Deutsche Fassung DIN EN 15821:2011-01

Title (English): Multi-firing sauna stoves fired by natural wood logs- Requirements and test methods;  EN 15821:2010

Anfang des Jahres 2011 wurde die Produktnorm für holzbefeuerte Saunaöfen DIN EN 15821 "Mehrfach befeuerbare Saunaöfen zur Verfeuerung von naturbelassenem Scheitholz - Anforderungen und Prüfverfahren" veröffentlicht.

Der Anwendungsbereich der DIN EN 15821 beinhaltet mehrfach befeuerbare Saunaöfen, in denen die Steine separat vom Feuer und dem Abgas beheizt werden und bei denen auch mehrmals Brennstoff nachgelegt werden kann.

DIN EN 15821 legt Anforderungen an Auslegung, Herstellung, Konstruktion, Sicherheit und der Leistungsvermögen (Wirkungsgrad und Emission), Anleitung (Aufbau- und Bedienungsanleitung) und Kennzeichnung (Typenschild, CE-Kennzeichnung) und der entsprechenden Prüfverfahren für die Typprüfung von mehrfach befeuerbaren Saunaöfen zur Verfeuerung fester Brennstoffe fest.

DIN EN 15821 ist anwendbar für handbeschickte Dauerbrand- oder Zeitbrandfeuerstätten, die dazu bestimmt sind den Aufstellungsraum zu beheizen, indem sie aufgestellt sind. Diese Saunaöfen können sowohl als vormontierte Feuerstätten als auch vom Hersteller vorgefertigte Feuerstätten, die aus vorproduzierten Komponenten bestehen, und die vor Ort gemäß der vom Hersteller mitgelieferten Einbauanleitung aufgestellt werden.

Saunaöfen nach DIN EN 15821 können ausschließlich naturbelassene Holzscheite gemäß der Herstelleranleitung verbrennen.

Folgende Saunaöfen werden von DIN EN 15821 nicht erfasst:
  • Handwerklich gefertigte Installationen
  • Einfach befeuerbare Speichersaunaöfen, in denen die Steine direkt durch das Feuer und die Abgase einer einmaligen Brennstoffbefüllung beheizt werden.
  • Mechanisch beschickte Saunaöfen, Saunaöfen mit Verbrennungsluftgebläse
  • Saunaöfen mit wasserführenden Bauteilen
  • Saunaöfen mit eingebauten Heizgaszügen
  • Saunaöfen mit elektrischem Anschluss

Definition eines Saunaofens nach DIN EN 15821:

Feuerstätte, mit einem integrierten Feuerraum, der eine Feuertür hat, die normalerweise geschlossen ist. Dieser gibt Wärme ab in Form von Strahlung und/oder Konvektion und ist mit Steinen oder anderen hitzespeicherndem Material ausgestattet, das durch Aufgießen von Wasser heißer Wasserdampf/ aufsteigender Dampf durch die heißen Saunasteine erzeugt. Der Saunaofen kann auch heißes Wasser zum Waschen liefern, wenn er mit einem offenen Wasserbehälter ausgestattet.

Unter einem mehrfach befeuerbaren Saunaofen versteht DIN EN 15821 einen Saunaofen, in dem die Steine separat vom Feuer und den Abgasen angeordnet sind und indirekt durch das Feuer und die Abgase erhitzt werden. Auch während des Saunabades kann der Feuerraum mit mehreren aufeinander folgenden Brennstofffüllungen beschickt werden.

Sicherheitsanforderung für Saunaöfen

Temperaturanstieg der Bedienungseinrichtungen

Bei der Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung dürfen die Bedienungseinrichtungen, sofern keine Zuhilfenahme von Werkzeugen oder eines geeigneten Handschuhs erfordert, nicht höher als die nachfolgenden Temperaturen über Raumtemperatur sein:
  • 55 K für Metall
  • 65 K für Porzellan oder gleichartige Materialien
  • 80 K für Plastik, Gummi oder Holz

Temperatur angrenzender, brennbarer Bauteile

Bei der Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung und bei der Sicherheitsprüfung und bei Einbau der Feuerstätte gemäß Angaben des Herstellers mit Abständen nach den Anweisungen in der Aufstellanleitung darf die Temperatur auf der Oberfläche der Prüfecke oder anderer angrenzender Bauteile (z. B. Decke aus brennbarem Baustoff) folgende Temperaturen nicht überschreiten:
  • 115 K über Raumtemperatur außerhalb des Saunaofenprüfraums bei der Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung und
  • nicht höher als 140 K über Raumtemperatur bei der Sicherheitsprüfung (Anmerkung, hier ist nicht klar, ob 140 K absolut oder 140 K über Raumtemperatur gemeint ist, die englische Originalfassung EN 15821 gibt auch keine weiteren Informationen)
Wenn der Saunaofen gemäß der Aufstellanleitung auf einem brennbaren Boden aufgestellt werden kann, darf die Bodentemperatur die Umgebungstemperatur außerhalb des Saunaofenprüfraums (25 °C) nicht mehr als 65 K überschreiten.

Bemerkung: Diese Temperaturen liegen höher als die gemäß der Feuerungsverordnung der Länder zulässige Temperatur von brennbaren Oberflächen (< 85°C). Hier muss aus Sicht des Autors noch abgeklärt werden, wie diese abweichenden Anforderungen behandelt werden.

Auszug aus der Muster - Feuerungsverordnung (M-FeuVO, 2005-06)
§ 4 Aufstellung von Feuerstätten "Feuerstätten müssen von Bauteilen aus brennbaren Baustoffen so weit entfernt oder so abgeschirmt sein, dass an diesen bei Nennleistung der Feuerstätten keine höheren Temperaturen als 85°C auftreten können. Dies gilt als erfüllt, wenn mindestens die vom Hersteller angegebenen Abstandsmaße eingehalten werden oder, wenn diese Angaben fehlen, ein Mindestabstand von 40 cm eingehalten wird.
"

Anforderung an die Leistung, die Emissionen und den Wirkungsgrad

Kohlenstoffmonoxid Emission (CO)

Bei der Leistungsprüfung darf der mittlere Kohlenstoffmonoxid-Gehalt des Abgases, bezogen auf 13 % Sauerstoff (O2) im Abgas nicht größer als folgender Wert sein:
  • Kohlenmonoxid CO < 1,0 Vol. % (10000 ppm = 12500 mg/m³)

Wirkungsgrad

Bei der Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung darf der gemessene Gesamtwirkungsgrad, ermittelt aus mindestens zwei Abbrandperioden, größer oder gleich dem vom Hersteller angegebenen Wert sein und darf nicht kleiner als folgender Wert sein:
  • Wirkungsgrad > 50 %

Anmerkung: Saunaöfen für feste Brennstoffe werden in der 1. BImSchV nicht explizit genannt. Gemäß 1. BImSchV, Tabelle 4 müssen aber alle nicht geregelten Einzelraumfeuerungsanlagen zum Beheizen, die nicht einer in der Tabelle 4 genannten Feuerstättenart bzw. technischen Regeln zuzuordnen sind, die Anforderungen der Raumheizer mit Flachfeuerung nach DIN EN 13240 einhalten:

1. BImSchV, Stufe 1: Errichtung ab dem 22. März 2010

  • CO < 2000 mg/m3
  • Staub  < 75 mg/m3
  • Mindestwirkungsgrad > 73 %

1. BImSchV, Stufe 2: Errichtung nach dem 31. Dezember 2014

  • CO  < 1250 mg/m3
  • Staub < 40 mg/m3
  • Mindestwirkungsgrad > 73 %

Einen Nachweis für die Einhaltung der Grenzwerte nach der 1. BImSchV muss im Rahmen einer Typprüfung von einer akkreditierten Prüfstelle erfolgen, eigene Nachweise sind nicht zulässig (siehe 1. BImSchV, Anlage 4).

Grundsätzlich ist die Formulierung hinsichtlich des Nachweisverfahrens der 1. BImSchV die folgende: "Feuerstätten dürfen nur betrieben werden, wenn eine Hersteller – Bescheinigung über eine Typprüfung des Herstellers die Einhaltung der Grenzwerte belegt."

Für holzbefeuerte Saunaöfen also analog Raumheizer mit Flachfeuerung nach Anlage 4 der1. BImSchV. Eine Prüfung bei einer unabhängigen Prüfstelle lässt sich daraus nicht ableiten, wohl aber die Verpflichtung zur Durchführung einer Typprüfung. Das Baurecht in Europa auf Basis der harmonisierten Norm(en) verlangt eine solche Prüfung bei einer unabhängigen Prüfstelle (einschließlich der Bestimmung und Angabe des Wirkungsgrades und der CO-Emissionen).

Bei einer Prüfung von Saunaöfen müssen aus Sicht des Autors ausschließlich die Grenzwert analog Raumheizer mit Flachfeuerung DIN EN 13240 nach Anlage 4 1. BImSchV nachgewiesen werden, also ausschließlich CO, Staub und der Wirkungsgrad. Die Prüfung könnte nach der Produktnorm erfolgen, also EN 15821. Saunaöfen müssen demnach nicht die Produktanforderungen von DIN EN 13240 erfüllen.


Nachlegen von Brennstoff / Temperatur des Saunaprüfraums

Der Hersteller gibt in der Bedienungsanleitung die aufzugebende Brennstoffmasse und die Nachlegeintervalle an und/oder die Anzahl und die Brennstoffmasse von Teilaufgabemassen die für die Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung verwendet werden sollen. Folgende Anforderungen bestehen:

  • keine der Teilaufgabemassen darf kleiner als 20 % der Gesamtaufgabemasse eines Nachlegeintervalls sein
  • die Brenndauer einer Brennstoffaufgabe darf nicht kleiner als 30 Minuten sein
  • die Gesamtmasse des verfeuerten Brennstoffs muss den Saunaprüfraum auf 90 °C erwärmen

Prüfaufbau

Für die Prüfung muss der Saunaofen in den in DIN EN 15821 definierten Saunaprüfraum eingebaut werden. Die Abstände des Saunaofens und die Abstände des Verbindungsstücks (Rauchrohr) zu brennbaren Bauteilen müssen gemäß der Aufstellanleitung des Herstellers eingehalten werden.

Der Saunaprüfraum hat einstellbare Dimensionen. Die Deckenhöhe ist variabel, die Breite beträgt 2,5 m und die Länge ist einstellbar in dem eine der Wände verschiebbar sein muss.

Der Saunaprüfraum wird mit einer Lufttemperatur von 20 °C belüftet, die durch eine Einlassöffnung in einer Wand kommt. Eine Entlüftungsöffnung gleicher Fläche sollte in der gegenüberliegenden Wand vorhanden sein. Im Saunaprüfraum muss ein Luftwechsel sechsfach pro Stunde eingestellt werden. Die maximale Oberflächentemperatur der Wände und der Decke ist zu bestimmen.
Die maximale Oberflächentemperatur der Wände, der Decke und des Bodens werden ermittelt.

Temperaturanstiege und die Saunatemperatur vor dem Saunaofen werden an einem beweglichen, hölzernen Stab gemessen, der senkrecht auf dem Boden platziert ist. Die Distanz zwischen dem Stab und dem Saunaofen muss die kleinste Distanz des Saunaofens zu brennbaren Bauteilen sein, die vom Hersteller in der Installationsanleitung angegeben wird.

Für die Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung ist die Größe des Prüfraumes gemäß den Angaben des Herstellers in der Installationsanleitung zu wählen. Für den Sicherheitstest ist die Mindestgröße des Saunaprüfraumes zu wählen, die der Raum haben darf.

Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung

Der Hersteller gibt in der Bedienungsanleitung die aufzugebende Brennstoffmasse und die Nachlegeintervalle an und/oder die Anzahl und die Brennstoffmasse von Teilaufgabemassen die für die Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung verwendet werden sollen.

Keine der Teilaufgabemassen darf kleiner als 20 % der Gesamtaufgabemasse eines Nachlegeintervalls sein. Die Brenndauer einer Brennstoffaufgabe darf nicht kleiner als 30 Minuten sein.

Die Gesamtmasse des verfeuerten Brennstoffs muss den Saunaprüfraum auf 90 °C erwärmen.

Die Temperaturmessung im Saunaprüfraum vor und seitlich des Saunaofens zur Ermittlung der Sicherheitsabstände werden an einem beweglichen, hölzernen Stab gemessen, der senkrecht auf dem Boden platziert ist ermittelt. Der Stab hat Abmessungen von 20 mm x 20  mm und hat eine ausreichende Länge um sich mindestens 400 mm über den höchsten Punkt des Ofens zu erstrecken. Die Distanz zwischen dem Stab und dem Saunaofen muss die kleinste Distanz des Saunaofens zu brennbaren Bauteilen sein, die vom Hersteller in der Installationsanleitung angegeben wird.

Die Temperatur der Decke und der Wände (und wenn notwendig des Bodens), der Bedienungsgriffe und des Holzlegefaches (wenn vorhanden) werden gemessen, um sicherzustellen, dass die erreichten Maximaltemperaturen erfasst werden.

Bei der Leistungsprüfung bei Einbau der Feuerstätte gemäß Angaben des Herstellers mit Abständen nach den Anweisungen in der Aufstellanleitung des Herstellers darf die auch oben genannten Temperatur auf der Oberfläche der Prüfecke oder anderer angrenzender Bauteile (z. B. Decke aus brennbarem Baustoff) nicht mehr als 115 K überschreiten.

Die Prüfung wird beendet, wenn die Anzahl der Testbrennstoffladungen, wie vom Hersteller angegeben hinzugefügt worden sind und der Wert des CO2 im Rauchgas 4,0 % beträgt.

Sicherheitsprüfung

Die Prüfung beginnt direkt nach dem Entzünden und nach der Vorprüfung, wenn die Saunaraumtemperatur 60 °C beträgt.

Eine ausreichende Masse Brennstoff wird aufgegeben so dass die Feuerstätte bis zum Maximum gefüllt ist (Oberkante der Feuerraumöffnung). Die Einstelleinrichtungen für die Verbrennungsluft werden in maximale Stellung gebracht um die größtmögliche Abbrandrate zu erreichen.

Der Förderdruck wird 3 Pa höher als bei der Prüfung der Nennwärmeleistung eingestellt.

Die Temperatur der Decke und der Wände des Saunaprüfraumes, die Temperatur im Brennstofflagerraum, wenn vorhanden und die Temperatur an der Messeinrichtung seitlich und vor dem Ofen werden gemessen.

Die Saunaprüfraumtemperatur muss mindestens 110 °C erreichen. Wenn mit der ersten Brennstoffaufgabe diese Temperatur nicht erreicht wird, sind jeweils weitere Brennstoffaufgaben aufzugeben bis diese Temperatur erreicht ist. Die Testperiode ist beendet, wenn der CO2-Wert im Abgas 4,0 % erreicht hat. Die höchsten Temperaturen werden registriert.

Bei der Sicherheitsprüfung und bei Einbau der Feuerstätte gemäß Angaben des Herstellers mit Abständen nach den Anweisungen in der Aufstellanleitung des Herstellers darf die Temperatur auf der Oberfläche nicht mehr als 140 K betragen.

DIN EN 15821 hat weitere Anforderungen z.B. an die

  • Werkstoffe
  • Bauanforderungen
  • Reinigung von Heizflächen
  • Abgasstutzen
  • Aschekasten und Aschentfernung Feuerraumbodenrost
  • Verbrennungsluftzufuhr
  • Einstelleinrichtung der Abgasregulierung
  • Feuer- und Fülltüren
  • Anheizeinrichtung
  • Aufstellanleitungen
  • Bedienungsanleitung
  • Kennzeichnung
  • Werkseigene Produktionskontrolle (WPK)
  • und weitere...

Bescheinigung der Konformität

Die Bescheinigung der Konformität der Saunaöfen erfolgt nach DIN EN 15821, Anhang ZA nach den in Tabelle ZA.3 angegebenen Konformitätsbewertungsverfahren durch Anwendung der dort angegebenen Bestimmungen.

Die Erstprüfung hinsichtlich relevanten Merkmale gemäß DIN EN 15821, Tabelle ZA1, die für einen bestimmungsgemäßen Gebrauch notwendig sind und deren Erfüllung angegeben werden wie

  • Brandsicherheit
  • Emission von Verbrennungsprodukten
  • Freisetzung gefährlicher Stoffe
  • Oberflächentemperatur
  • Wärmeleistung und
  • Energieeffizienz

muss durch eine notifizierte Prüfstelle durchgeführt werden.

Unseres Wissens ist europaweit die Feuerstättenprüfstelle des TÜV SÜD die einzige akkreditierte Prüfstelle, welche Saunaöfen nach EN 15821 prüfen darf.

Alle anderen relevanten Merkmale müssen durch eine Erstprüfung des Herstellers nachgewiesen werden.

CE-Kennzeichnung von Saunaöfen für Holz

DIN EN 15821 "Saunaöfen" ist bereits im Official Journal der EU gelistet. http://ec.europa.eu/enterprise/newapproach/nando/....

Als Datum der Anwendung wurde der 01.07.2011 festgesetzt. Die Übergangsfrist endet am 01.07.2012. Somit können ab 01.07.2011 und müssen ab 01.07.2012 alle holzbefeuerten Saunaöfen nach DIN EN 15821 mit einer CE-Kennzeichnung gekennzeichnet werden, sofern diese Saunaöfen alle Anforderungen der DIN EN 15821 einhalten und dies gemäß dem Aufgabenbereich des Anhang ZA der Norm von einer nach DIN EN 15821 akkreditierten Feuerstättenprüfstelle nachgewiesen worden ist.

Ob von Seiten des DIBT Zusatzanforderungen in der Bauregelliste oder hinsichtlich der Verwendung Zusatzanforderungen in den Technischen Baubestimmungen aufgenommen werden, ist noch unklar.

Ebenso ist unklar, ob die in DIN 15821 zulässige Temperatur brennbarer Oberflächen des Saunaraumes mit 115 K über Raumtemperatur bei Nennwärmeleistung bzw. 140 K bei der Sicherheitsprüfung den in der Feuerungsverordnung der Länder genannten zulässigen Temperaturen von maximal 85 °C entgegen spricht.

Detaillierte Angaben über die Anforderungen und Prüfverfahren sind DIN EN 15821 zu entnehmen.

DIN EN 15821 kann u.a. beim Beuth-Verlag bestellt werden (http://www.beuth.de).



Falls Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, würden wir uns über einen Beitrag in unser Gästebuch freuen.

Gerne nehmen wir auch konstruktive Kritik, Anregungen oder Hinweise über Fehler entgegen.
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DIN EN 15821 „holzbefeuerte Saunaöfen“

Mehrfach befeuerbare Saunaöfen zur Verfeuerung von naturbelassenen Scheitholz - Anforderungen und Prüfverfahren - Deutsche Fassung DIN EN 15821:2011-01

Title (English): Multi-firing sauna stoves fired by natural wood logs- Requirements and test methods; German version EN 15821:2010

Anfang des Jahres 2011 wurde die Produktnorm für holzbefeuerte Saunaöfen DIN EN 15821 "Mehrfach befeuerbare Saunaöfen zur Verfeuerung von naturbelassenem Scheitholz - Anforderungen und Prüfverfahren" veröffentlicht.

Der Anwendungsbereich der DIN EN 15821 beinhaltet mehrfach befeuerbare Saunaöfen, in denen die Steine separat vom Feuer und dem Abgas beheizt werden und bei denen auch mehrmals Brennstoff nachgelegt werden kann.

DIN EN 15821 legt Anforderungen an Auslegung, Herstellung, Konstruktion, Sicherheit und der Leistungsvermögen (Wirkungsgrad und Emission), Anleitung (Aufbau- und Bedienungsanleitung) und Kennzeichnung (Typenschild, CE-Kennzeichnung) und der entsprechenden Prüfverfahren für die Typprüfung von mehrfach befeuerbaren Saunaöfen zur Verfeuerung fester Brennstoffe fest.

DIN EN 15821 ist anwendbar für handbeschickte Dauerbrand- oder Zeitbrandfeuerstätten, die dazu bestimmt sind den Aufstellungsraum zu beheizen, indem sie aufgestellt sind. Diese Saunaöfen können sowohl als vormontierte Feuerstätten als auch vom Hersteller vorgefertigte Feuerstätten, die aus vorproduzierten Komponenten bestehen, und die vor Ort gemäß der vom Hersteller mitgelieferten Einbauanleitung aufgestellt werden.

Saunaöfen nach DIN EN 15821 können ausschließlich naturbelassene Holzscheite gemäß der Herstelleranleitung verbrennen.

Folgende Saunaöfen werden von DIN EN 15821 nicht erfasst:

· Handwerklich gefertigte Installationen

· Einfach befeuerbare Speichersaunaöfen, in denen die Steine direkt durch das Feuer und die Abgase einer einmaligen Brennstoffbefüllung beheizt werden.

· Mechanisch beschickte Saunaöfen, Saunaöfen mit Verbrennungsluftgebläse

· Saunaöfen mit wasserführenden Bauteilen

· Saunaöfen mit eingebauten Heizgaszügen

· Saunaöfen mit elektrischem Anschluss

Definition eines Saunaofens nach DIN EN 15821:

Feuerstätte, mit einem integrierten Feuerraum, der eine Feuertür hat, die normalerweise geschlossen ist. Dieser gibt Wärme ab in Form von Strahlung und/oder Konvektion und ist mit Steinen oder anderen hitzespeicherndem Material ausgestattet, das durch Aufgießen von Wasser heißer Wasserdampf/ aufsteigender Dampf durch die heißen Saunasteine erzeugt. Der Saunaofen kann auch heißes Wasser zum Waschen liefern, wenn er mit einem offenen Wasserbehälter ausgestattet.

Unter einem mehrfach befeuerbaren Saunaofen versteht DIN EN 15821 einen Saunaofen, in dem die Steine separat vom Feuer und den Abgasen angeordnet sind und indirekt durch das Feuer und die Abgase erhitzt werden. Auch während des Saunabades kann der Feuerraum mit mehreren aufeinander folgenden Brennstofffüllungen beschickt werden.

Sicherheitsanforderung für Saunaöfen

Temperaturanstieg der Bedienungseinrichtungen

Bei der Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung dürfen die Bedienungseinrichtungen, sofern keine Zuhilfenahme von Werkzeugen oder eines geeigneten Handschuhs erfordert, nicht höher als die nachfolgenden Temperaturen über Raumtemperatur sein:

55 K für Metall

65 K für Porzellan oder gleichartige Materialien

80 K für Plastik, Gummi oder Holz.

Temperatur angrenzender, brennbarer Bauteile

Bei der Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung und bei der Sicherheitsprüfung und bei Einbau der Feuerstätte gemäß Angaben des Herstellers mit Abständen nach den Anweisungen in der Aufstellanleitung darf die Temperatur auf der Oberfläche der Prüfecke oder anderer angrenzender Bauteile (z. B. Decke aus brennbarem Baustoff) folgende Temperaturen nicht überschreiten:

· 115 K über Raumtemperatur außerhalb des Saunaofenprüfraums bei der Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung und

· nicht höher als 140 K bei der Sicherheitsprüfung (Anmerkung, hier ist nicht klar, ob 140 K absolut oder 140 K über Raumtemperatur gemeint ist, die englische Originalfassung EN 15821 gibt auch keine weiteren Informationen)

Wenn der Saunaofen gemäß der Aufstellanleitung auf einem brennbaren Boden aufgestellt werden kann, darf die Bodentemperatur die Umgebungstemperatur außerhalb des Saunaofenprüfraums (25 °C) m nicht mehr als 65 K überschreiten.

Bemerkung: Diese Temperaturen liegen höher als die gemäß der Feuerungsverordnung der Länder zulässige Temperatur von brennbaren Oberflächen (< 85°C). Hier muss aus Sicht des Autors noch abgeklärt werden, wie diese abweichenden Anforderungen behandelt werden.

Muster - Feuerungsverordnung (M-FeuVO) Stand: Juni 2005

§ 4 Aufstellung von Feuerstätten

(7)Feuerstätten müssen von Bauteilen aus brennbaren Baustoffen so weit entfernt oder so abgeschirmt sein, dass an diesen bei Nennleistung der Feuerstätten keine höheren Temperaturen als 85°C auftreten können. Dies gilt als erfüllt, wenn mindestens die vom Hersteller angegebenen Abstandsmaße eingehalten werden oder, wenn diese Angaben fehlen, ein Mindestabstand von 40 cm eingehalten wird.

 

Anforderung an die Leistung, die Emissionen und den Wirkungsgrad

Kohlenstoffmonoxid Emission (CO)

Bei der Leistungsprüfung darf der mittlere Kohlenstoffmonoxid-Gehalt des Abgases, bezogen auf 13 % Sauerstoff (O2) im Abgas nicht größer als folgender Wert sein:

- CO £ 1,0 Vol. % (10000 ppm)

Wirkungsgrad

Bei der Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung darf der gemessene Gesamtwirkungsgrad, ermittelt aus mindestens zwei Abbrandperioden, größer oder gleich dem vom Hersteller angegebenen Wert sein und darf nicht kleiner als folgender Wert sein:

- Wirkungsgrad ³ 50 %

Anmerkung: Saunaöfen für feste Brennstoffe werden in der 1. BImSchV nicht geregelt. Gemäß 1. BImSchV, Tabelle 4 müssen alle nicht geregelten Einzelraumfeuerungsanlagen zum Beheizen, die nicht einer in der Tabelle 4 genannten Feuerstättenart bzw. technischen Regeln zuzuordnen sind, die Anforderungen der Raumheizer mit Flachfeuerung nach DIN EN 13240 einhalten:

Stufe 1: Errichtung ab dem 22. März 2010

CO [g/m3] £ 2,0 g/m3

Staub [g/m3] £ 0,075 g/m3

Mindestwirkungsgrad [%] ³ 73 %

Stufe 2: Errichtung nach dem 31. Dezember 2014

CO [g/m3] 1,25 g/m3]

Staub [g/m3] 0,04 g/m3]

Mindestwirkungsgrad [%] ³ 73 %

Einen Nachweis für die Einhaltung der Grenzwerte nach der 1. BImSchV muss im Rahmen einer Typprüfung von einer akkreditierten Prüfstelle erfolgen, eigene Nachweise sind nicht zulässig (siehe 1. BImSchV, Anlage 4).

Grundsätzlich ist die Formulierung der 1. BImSchV die folgende:

Feuerstätten dürfen nur betrieben werden, wenn eine Hersteller – Bescheinigung über eine Typprüfung des Herstellers die Einhaltung der Grenzwerte belegt. Für holzbefeuerte Saunaöfen also analog Raumheizer mit Flachfeuerung nach Anlage 4 1. BImSchV. Eine Prüfung bei einer unabhängigen Prüfstelle lässt sich daraus nicht ableiten, wohl aber die Verpflichtung zur Durchführung einer Typprüfung. Das Baurecht in Europa auf Basis der harmonisierten Norm(en) verlangt eine solche Prüfung bei einer unabhängigen Prüfstelle (einschließlich der Bestimmung und Angabe des Wirkungsgrades und der CO-Emissionen).

Bei einer Prüfung von Saunaöfen müssen also aus Sicht des Autors ausschließlich die Grenzwert analog Raumheizer mit Flachfeuerung DIN EN 13240 nach Anlage 4 1. BImSchV nachgewiesen werden, also ausschließlich CO, Staub und der Wirkungsgrad. Die Prüfung könnte nach der Produktnorm erfolgen, also EN 15821. Saunaöfen müssen nicht die Produktanforderungen von DIN EN 13240 erfüllen.

 

Nachlegen von Brennstoff / Temperatur des Saunaprüfraums

Der Hersteller gibt in der Bedienungsanleitung die aufzugebende Brennstoffmasse und die Nachlegeintervalle an und/oder die Anzahl und die Brennstoffmasse von Teilaufgabemassen die für die Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung verwendet werden sollen.

Keine der Teilaufgabemassen darf kleiner als 20 % der Gesamtaufgabemasse eines Nachlegeintervalls sein. Die Brenndauer einer Brennstoffaufgabe darf nicht kleiner als 30 Minuten sein.

Die Gesamtmasse des verfeuerten Brennstoffs muss den Saunaprüfraum auf 90 °C erwärmen.

Prüfaufbau

Allgemeines

Für die Prüfung muss der Saunaofen in den in DIN EN 15821 definierten Saunaprüfraum eingebaut werden. Die Abstände des Saunaofens und die Abstände des Verbindungsstücks (Rauchrohr) zu brennbaren Bauteilen müssen gemäß der Aufstellanleitung des Herstellers eingehalten werden.

Der Saunaprüfraum hat einstellbare Dimensionen. Die Deckenhöhe ist variabel, die Breite beträgt 2,5 m und die Länge ist einstellbar in dem eine der Wände verschiebbar sein muss.

Der Saunaprüfraum wird mit einer Lufttemperatur von 20 °C belüftet, die durch eine Einlassöffnung in einer Wand kommt. Eine Entlüftungsöffnung gleicher Fläche sollte in der gegenüberliegenden Wand vorhanden sein. Im Saunaprüfraum muss ein Luftwechsel sechsfach pro Stunde eingestellt werden. Die maximale Oberflächentemperatur der Wände und der Decke ist zu bestimmen.

Die maximale Oberflächentemperatur der Wände, der Decke und des Bodens werden ermittelt.

Temperaturanstiege vor dem Saunaofen werden an einem beweglichen, hölzernen Stab gemessen, der senkrecht auf dem Boden platziert ist. Die Distanz zwischen dem Stab und dem Saunaofen muss die kleinste Distanz des Saunaofens zu brennbaren Bauteilen sein, die vom Hersteller in der Installationsanleitung angegeben wird.

Für die Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung ist die Größe des Prüfraumes gemäß den Angaben des Herstellers in der Installationsanleitung zu wählen. Für den Sicherheitstest ist die Mindestgröße des Saunaprüfraumes zu wählen, die der Raum haben darf.

Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung

Der Hersteller gibt in der Bedienungsanleitung die aufzugebende Brennstoffmasse und die Nachlegeintervalle an und/oder die Anzahl und die Brennstoffmasse von Teilaufgabemassen die für die Leistungsprüfung bei Nennwärmeleistung verwendet werden sollen.

Keine der Teilaufgabemassen darf kleiner als 20 % der Gesamtaufgabemasse eines Nachlegeintervalls sein. Die Brenndauer einer Brennstoffaufgabe darf nicht kleiner als 30 Minuten sein.

Die Gesamtmasse des verfeuerten Brennstoffs muss den Saunaprüfraum auf 90 °C erwärmen.

Die Temperaturmessung im Saunaprüfraum vor und seitlich des Saunaofens zur Ermittlung der Sicherheitsabstände werden an einem beweglichen, hölzernen Stab gemessen, der senkrecht auf dem Boden platziert ist ermittelt. Der Stab hat Abmessungen von 20 mm x 20 mm und hat eine ausreichende Länge um sich mindestens 400 mm über den höchsten Punkt des Ofens zu erstrecken. Die Distanz zwischen dem Stab und dem Saunaofen muss die kleinste Distanz des Saunaofens zu brennbaren Bauteilen sein, die vom Hersteller in der Installationsanleitung angegeben wird.

Die Temperatur der Decke und der Wände (und wenn notwendig des Bodens), der Bedienungsgriffe und des Holzlegefaches (wenn vorhanden) werden gemessen, um sicherzustellen, dass die erreichten Maximaltemperaturen erfasst werden.

Bei der Leistungsprüfung bei Einbau der Feuerstätte gemäß Angaben des Herstellers mit Abständen nach den Anweisungen in der Aufstellanleitung des Herstellers darf die auch oben genannten Temperatur auf der Oberfläche der Prüfecke oder anderer angrenzender Bauteile (z. B. Decke aus brennbarem Baustoff) nicht mehr als 115 K überschreiten.

Die Prüfung wird beendet, wenn die Anzahl der Testbrennstoffladungen, wie vom Hersteller angegeben hinzugefügt worden sind und der Wert des CO2 im Rauchgas 4,0 % beträgt.

Sicherheitsprüfung

Die Prüfung beginnt direkt nach dem Entzünden und nach der Vorprüfung, wenn die Saunaraumtemperatur 60 °C beträgt.

Eine ausreichende Masse Brennstoff wird aufgegeben so dass die Feuerstätte bis zum Maximum gefüllt ist (Oberkante der Feuerraumöffnung). Die Einstelleinrichtungen für die Verbrennungsluft werden in maximale Stellung gebracht um die größtmögliche Abbrandrate zu erreichen.

Der Förderdruck wird 3 Pa höher als bei der Prüfung der Nennwärmeleistung eingestellt.

Die Temperatur der Decke und der Wände des Saunaprüfraumes, die Temperatur im Brennstofflagerraum, wenn vorhanden und die Temperatur an der Messeinrichtung seitlich und vor dem Ofen werden gemessen.

Die Saunaprüfraumtemperatur muss mindestens 110 °C erreichen. Wenn mit der ersten Brennstoffaufgabe diese Temperatur nicht erreicht wird, sind jeweils weitere Brennstoffaufgaben aufzugeben bis diese Temperatur erreicht ist. Die Testperiode ist beendet, wenn der CO2-Wert im Abgas 4,0 % erreicht hat. Die höchsten Temperaturen werden registriert.

Bei der Sicherheitsprüfung und bei Einbau der Feuerstätte gemäß Angaben des Herstellers mit Abständen nach den Anweisungen in der Aufstellanleitung des Herstellers darf die Temperatur auf der Oberfläche nicht mehr als 140 K betragen.

DIN EN 15821 hat weitere Anforderungen z.B. an die

· Werkstoffe

· Bauanforderungen

· Reinigung von Heizflächen

· Abgasstutzen

· Aschekasten und Aschentfernung Feuerraumbodenrost

· Verbrennungsluftzufuhr

· Einstelleinrichtung der Abgasregulierung

· Feuer- und Fülltüren

· Anheizeinrichtung

· Aufstellanleitungen

· Bedienungsanleitung Kennzeichnung

· Werkseigene Produktionskontrolle (WPK)

Die Bescheinigung der Konformität der Saunaöfen erfolgt nach DIN EN 15821, Anhang ZA nach den in Tabelle ZA.3 angegebenen Konformitätsprüfungsverfahren durch Anwendung der dort angegebenen Bestimmungen

Die Erstprüfung hinsichtlich relevanten Merkmale gemäß DIN EN 15821, Tabelle ZA1, die für einen bestimmungsgemäßen Gebrauch notwendig sind und deren Erfüllung angegeben werden muss wie

· Brandsicherheit

· Emission von Verbrennungsprodukten

· Freisetzung gefährlicher Stoffe

· Oberflächentemperatur

· Wärmeleistung und

· Energieeffizienz

muss durch eine notifizierte Prüfstelle durchgeführt werden.

Alle anderen relevanten Merkmale müssen durch eine Erstprüfung des Herstellers nachgewiesen werden.

Baumusterprüfung / Prüfung von Pellet Öfen nach DIN EN 14785

Die Prüfung muss mit der vom Hersteller zur Verfügung gestellten Feuerstelle und dem vom Hersteller definierten oder zur Verfügung gestellten Brennstoff durch eine anerkannte neutrale Prüfstelle durchgeführt werden.

CE-Kennzeichnung von Saunaöfen für Holz

DIN EN 15821 "Saunaöfen" ist bereits im Official Journal der EU gelistet. http://ec.europa.eu/enterprise/newapproach/nando/....

Als Datum der Anwendung wurde der 01.07.2011 festgesetzt. Die Übergangsfrist endet am 01.07.2012. Somit können ab 01.07.2011 und müssen ab 01.07.2012 alle holzbefeuerten Saunaöfen nach DIN EN 15821 mit einer CE-Kennzeichnung gekennzeichnet werden, sofern diese Saunaöfen alle Anforderungen der DIN EN 15821 einhalten und dies gemäß dem Aufgabenbereich des Anhang ZA der Norm von einer nach DIN EN 15821 akkreditierten Feuerstättenprüfstelle nachgewiesen worden ist.

Ob von Seiten des DIBT Zusatzanforderungen in der Bauregelliste oder hinsichtlich der Verwendung Zusatzanforderungen in den Technischen Baubestimmungen aufgenommen werden, ist noch unklar.

Ebenso ist unklar, ob die in DIN 15821 zulässige Temperatur brennbarer Oberflächen des Saunaraumes mit 115 K über Raumtemperatur bei Nennwärmeleistung bzw. 140 K bei der Sicherheitsprüfung den in der Feuerungsverordnung der Länder genannten zulässigen Temperaturen von maximal 85 °C entgegen spricht.


Detaillierte Angaben über die Anforderungen und Prüfverfahren sind DIN EN 15821 zu entnehmen. DIN EN 15821 kann u.a. beim Beuth-Verlag bestellt werden (
http://www.beuth.de)



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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. Oktober 2011 um 16:52 Uhr